Diese Kategorie umfasst eine bestimmte Art von Obstbäumen, bei denen mehrere verschiedene Sorten derselben Obstart auf einen gemeinsamen Stamm (Unterlage) gepfropft sind. Ein typisches Beispiel ist der Mehrsorten-Apfelbaum, an dem 3 bis 4 verschiedene Apfelsorten nebeneinander wachsen.
Die wichtigsten Vorteile von Mehrsortenbäumen:
Effiziente Raumnutzung (ideale Obstbäume für kleine Gärten): Mehrsortenbäume sind die optimale Lösung für Grundstücke mit begrenzter Pflanzfläche. Sie ermöglichen den Anbau einer breiten Palette von Sorten, ohne dass ein umfangreicher Obstgarten angelegt werden muss.
Optimierung der Bestäubungsverhältnisse: Die meisten Obstarten benötigen für einen reichen Ertrag Fremdbestäubung. Die auf den Familienbäumen veredelten Sorten sind fachmännisch so ausgewählt, dass sie als gegenseitige Bestäuber dienen. Dadurch wird eine hohe Bestäubungsrate und ein stabiler Ertrag auch dann gewährleistet, wenn keine anderen Obstbäume in unmittelbarer Nähe stehen.
Verlängerte Erntezeit (schrittweise Reifung): Die Kombination von Sommer-, Herbst- und Wintersorten auf einem Baum gewährleistet eine kontinuierliche Ernte über einen längeren Zeitraum. Der Züchter vermeidet so einen plötzlichen Überschuss an Früchten und verlängert die Zeit, in der frisches Obst genossen werden kann.
Hohe Sorten- und Geschmacksvielfalt: Ein Baum liefert Früchte mit unterschiedlichen Geschmackseigenschaften, Farben und Verwendungszwecken (Direktverzehr, Lagerung, Verarbeitung).
Fachrat für Obstbauern: Beim Beschneiden von Obstbäumen ist es unerlässlich, das Gleichgewicht in der Krone zu wahren. Das Ziel des Form- und Erhaltungsschnittes besteht darin, ein gleichmäßiges Wachstum aller veredelten Sorten zu gewährleisten, damit die kräftigere Sorte das Wachstum der schwächeren nicht unterdrückt.