Säulenförmige Obstbäume stellen eine spezifische Gruppe von Kultivaren dar, die durch einen genetisch festgelegten Wuchs (insbesondere bei Apfelbäumen aufgrund des dominanten Gens Co aus der Mutation „Wijcik”) oder durch gezielte Selektion definiert sind. Botanisch zeichnen sie sich durch eine starke apikale Dominanz, extrem verkürzte Internodien und das Fehlen langer Seitenzweige aus. Die Fruchtbildung erfolgt an kurzen Brachyblasten direkt am Terminal (Stamm), was eine kompakte Form ergibt. Bei Steinobst handelt es sich oft eher um Sorten mit natürlich schmalem Wuchs (Spur-Typen) als um echte genetische Säulenform. In Bezug auf Nährwert und Phytochemie sind die Früchte qualitativ identisch mit den üblichen Formen der jeweiligen Art.